To provide the rising generation of exhibition people, circus families or innland water transporter a basic education, experts from countries of the European Union develop a e-learning program at this time. First meeting took place in Herne.
Sie kamen aus Dänemark, Belgien, den Niederlanden, Bulgarien und Deutschland,
um sich im Berufskolleg für Wirtschaft
und Verwaltung am Westring zu treffen. Der Grund für diese Zusammenkunft von
Vertretern verschiedener Bildungseinrichtungen und Schaustellerverbände: ein
neues Berufsbildungsprojekt der EU mit dem Titel "Elvet". Die
englische Abkürzung bedeutet in der deutschen Übersetzung "Elektronisches
Lernen zur beruflichen Bildung Reisender".
Bei dem Projekt geht es um das Thema E-Learning, also das Lernen per
Internet. Die deutschen Farben vertraten bei dieser ersten Projektkonferenz der
Deutsche Schaustellerbund (DSB), der Bundesverband für Schausteller und
Marktkaufleute (BSM) sowie die Schule für Circuskinder. Sie wollen mit ihren
Projektpartnern aus den anderen Ländern jetzt Lehrkonzepte und konkrete
Fernlernmodule für das Internet entwickeln.
Es habe einige gute Gründe dafür gegeben, das dreitägige Starttreffen ins
Herner Berufskolleg zu legen, erklärt
Schuldirektor Heribert Gathmann. Die Stadt sei schließlich Standort der Cranger
Kirmes und seit sechs Jahren biete das Berufskolleg
während der reisefreien Zeit der Schausteller die Möglichkeit, die Schule im
Blockunterricht zu besuchen. Nun soll dieses Angebot ergänzt und vertieft
werden.
In Herne sprachen die Teilnehmer etwa darüber, wie man das Lernen für die
Schüler attraktiv machen kann. Der Bildungsbeauftragte des DSB, Andreas
Horlbeck, wünscht sich eine flexiblere Gestaltung des Lernalltags. Kinder
beruflich Reisender seien bereits früh in den Familienbetrieb eingebunden.
Somit scheiden starre Unterrichtszeiten für ihn aus: "Auch die Rolle der
Lehrer wird sich ändern. Sie werden die Schüler nicht klassisch unterrichten,
sondern über das Internet individuell begleiten und ihnen mit Rat und Tat beim
Selbstlernen zur Seite stehen."
Inhaltlich soll den besonderen Bedürfnissen der Schausteller nach einer
umfassenden und zielgerichteten Ausbildung Rechnung getragen werden. So soll
neben den im beruflichen Alltag wichtigen Fächern wie Technik und
Betriebswirtschaftslehre auch der Umgang mit Computern und dem Internet
geschult werden. "Damit die Schüler die Lernplattformen im Internet auch
richtig nutzen können", erklärt Schuldirektor Gathmann. Weitere Lernmodule
aus Bereichen wie Mathematik und Gesellschaftslehre könnten den Schülern die
Chance bieten, ihre Ziele und Schwerpunkte selbst mitzubestimmen. Ein weiteres
Ziel des Projekts, so Gathmann, sei eine Anerkennung der Lernmodule durch die
Industrie- und Handelskammern. Das Projekt soll auch die Erfüllung der
Berufsschulpflicht erleichtern.
14.02.2007 Von Jens Witte
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